Hochzeit.
Schon das Wort lässt die Haare zu Berge stehen.
Hochzeit.
Der glücklichste Tag (m)eines Lebens.
Hochzeit.
Wenn auf einmal viele Asiaten aus den Bus springen, klicki klick machen und dann wieder im selbigen verschwinden, warf ich früher immer ein, "da muss irgendwo ein Nest sein."
Hochzeit.
Ich kann dieses Wort nicht oft genug wiederholen, es wird nicht besser.
Hochzeit.
Nun, um mich herum ist die Seuche ausgebrochen. Menschen heiraten. Das tun sie schon seit Jahrhunderten, und werden es auch noch in tausend Jahren tun, heiraten. Doch warum ausgerechnet meine Freunde? Um nicht zu sagen, meine besten Freunde?
Irgendwie, lässt das einen als Versager dastehen. Auch wenn man keiner ist. Die Beziehungen glichen sich halt immer in einem Punkt. Mal wollte der eine, mal der andere nicht. So ist halt das Leben. Spannend vom Anfang bis zum Ende. Aber mit der Zeit stellt man fest, dass um einen herum sich Menschen treffen, wo auf einmal beide wollen. Nur bei einem nicht.
Hier soll nicht um Mitleid gebettelt, nur eine Frage aufgeworfen werden. Warum nicht ich? Ist man wirklich zu oberflächlich, und kann nicht über den Tellerrand schauen? Will man das Ich einfach nicht aufgeben und es in ein Wir übergleiten lassen? Whats wrong with me?
Doch diese Fragen lenken vom wahren Thema ab. Dem glücklichen Paar.
Eine Hochzeit sollte nicht denen, die weniger glücklich sind, schlaflose Nächte bereiten. Eine Hochzeit vereint zwei Menschen, die sich gegenseitig versprechen, bis zum Tod alles das zu teilen, was das Leben ihnen bietet. Eine Hochzeit ist der Abschluss zweier Wege, die sich am Gipfel treffen. Eine Hochzeit ist der Beweis, das ultimative Glück gefunden zu haben.
Und trotzdem lässt sich das flaue Gefühl im Magen nicht wegargumentieren.